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Empirische Unterrichts- und Schulforschung

Forschungsprogramm selbstreguliertes Lernen durch Schreiben von Lerntagebüchern
(Freiburg Self-Regulated-Journal-Writing Approach)

 

Die Fähigkeit zu selbstreguliertem Lernen gilt in Schule, Studium und Erwachsenenbildung als Schlüsselkompetenz. Das Lerntagebuch ist eine aussichtsreiche Methode, um selbstreguliertes Lernen durch Schreiben zu ermöglichen. Bei unserer Konzeption des Lerntagebuchs handelt es sich um eine freie Form des Schreibens, durch die eine Reflektion auf die Lerninhalte und den eigenen Lernprozess erreicht werden soll. Damit diese Reflektion produktiv wird, erhalten die Lernenden Leitfragen, die sie anregen, Lernstrategien beim Schreiben einzusetzen, wie etwa das Entwickeln eigener Beispiele zu Veranschaulichung abstrakter Begriffe oder das Erkennen und eigenständige Schließen von Verständnislücken. In 16 experimentellen und 4 korrelativen Studien haben wir untersucht, wie das Lerntagebuchschreiben optimal didaktisch angeleitet werden sollte, welche Lernprozesse angeregt werden und welche Effekte auf den Lernerfolg resultieren. Derzeit untersuchen wir, inwiefern das Lerntagebuchschreiben auch in der Ausbildung angehender Lehrkräfte produktiv eingesetzt werden kann, um etwa bei der Planung von Unterricht die Konstruktion didaktischer Argumente und Prozesse der Wissensintegration zu unterstützen.

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Forschungsprogramm Erklären als Kernkompetenz von Lehrkräften: Merkmale und Bedingungen lernförderlicher Erklärungen

 

Erklärungen sind allgegenwärtig im Unterricht. Fragt man Schüler*innen, was eine gute Lehrkraft auszeichnet, erhält man typischerweise die Antwort: „Das ist jemand, der bzw. die gut erklären kann“. Erklären kann insofern als eine Kernkompetenz von Lehrenden verstanden werden. Erklärungen spielen aber auch außerhalb des schulischen Unterrichts eine wichtige Rolle. Erklärungen für unverstandene Ereignisse und Phänomene zu geben oder zu bekommen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und die Triebfeder für naturwissenschaftliche, metaphysische und theologische Erkenntnisbemühungen. Trotz ihrer Allgegenwärtigkeit im Unterricht sind Erklärungen vergleichsweise wenig erforscht. Aus diesem Grund haben wir ein Forschungsprogramm begonnen, in dem wir Merkmale und Prozesse beim Produzieren lernförderlicher Erklärungen untersuchen.

Projekt MING Mindset-Priming: Wie Vorstellungen über Mathematikunterricht die Lehrkraft unbewusst beeinflussen, welche Art von Erklärung sie Schüler*innen gibt

Projekt CohViz: Computergestütztes grafisches Feedback beim Schreiben von Erklärungen

 

Forschungsprogramm Analyse und Förderung evidenzbasierten Denkens und Handelns angehender und berufstätiger Lehrkräfte

 

Die Fähigkeit, Unterricht auf Grundlage wissenschaftlich fundierter pädagogischer und didaktischer Prinzipien zu gestalten, wird immer deutlicher als Ziel der Ausbildung angehender Lehrkräfte sowohl vonseiten der Bildungsforschung als auch der Bildungspolitik gesehen. In diesem Zusammenhang wird häufig auf das Theory-Practice-Gap verwiesen, wonach die Bildungswissenschaften (Pädagogische Psychologie, empirische Lehr-Lern-Forschung) einen großen Fundus an praxisrelevantem wissenschaftlichem Wissen erarbeitet haben, welcher aber bislang kaum Eingang die Unterrichtspraxis von Lehrkräften findet. Die Ursachen für dieses Problem sind vielfältig. Eine Hauptursache sind die spärlichen universitären Lerngelegenheiten im bildungswissenschaftlichen Bereich, die dazu führen, dass Lehrkräfte didaktische Entscheidungen im Alltag meist ohne Rückgriff auf das Wissen der Lehr-Lern-Forschung treffen. Darüber hinaus mangelt es auch an einer theoretischen Konzeption von evidenzbasierter Lehre und der jeweils spezifischen Funktion, die fachwissenschaftlichem, fachdidaktischem und bildungswissenschaftlichem Wissen in Hinblick auf die Planung und Gestaltung von Unterricht zukommt.

Kooperation mit:
Prof. Dr. Thamar Voss und Prof. Dr. Jörg Wittwer, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg

Projekt TIPS Teachers as Informed Pragmatists“: Förderung didaktischer Argumentationskompetenz von angehenden Lehrkräften

Projekt DICE – Diagnostic Competence: Berücksichtigen Mathematiklehrkräfte pädagogisch-psychologische Evidenz zur Theorie der kognitiven Belastung, wenn sie die Schwierigkeit von Mathematikaufgaben für Schüler*innen beurteilen?

Projekt AIM Explaining, Modelling, Practicing: Durch welches Lehrtraining werden angehende Lehrkräfte besser befähigt, Schüler*innen Strategien zur Interpretation von Texten zu vermitteln?

 

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