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Projekt DICE

Projekt Diagnostic Competence: Berücksichtigen Mathematiklehrkräfte pädagogisch-psychologische Evidenz zur Theorie der kognitiven Belastung, wenn sie die Schwierigkeit von Mathematikaufgaben für Schüler(innen) beurteilen?

Die Fähigkeit, die Schwierigkeit von Aufgaben für Schüler*innen einschätzen zu können, ist eine wichtige Facette diagnostischer Kompetenz. Lehrkräfte benötigen dazu einerseits fachdidaktisches Wissen über schwierigkeitsgenerierende Merkmale von Aufgaben (Ostermann, Leuders & Nückles, 2015). Andererseits sollten sie auch pädagogisch-psychologische Prinzipien zur didaktischen Gestaltung von Aufgaben heranziehen, wie sie aus der Theorie der Cognitive Load Theory (CLT) abgeleitet und vielfach empirisch belegt worden sind (z.B. integriertes Format, Lösungsbeispiele und Zwischenziele, vgl. Sweller, Ayres, & Kalyuga, 2011). Beziehen Mathematiklehrkräfte, wenn sie die Schwierigkeit von Aufgaben für Schüler*innen beurteilen, diese evidenzbasierten CLT-Prinzipien mit ein? Dieser Frage gehen wir in empirischen Studien nach, in denen wir angehenden und berufstätigen Lehrkräften nach den Prinzipien der Cognitive Load Theory didaktisch optimierte (z.B. mit integriertem Format) und nicht optimierte Mathematikaufgaben (z.B. Split-Attention-Format) vorlegen und die Teilnehmer*innen bitten, einzuschätzen, wie schwer die Aufgaben für Schüler*innen vermutlich zu lösen sind. Diese Einschätzungen vergleichen wir dann mit den empirisch ermittelten tatsächlichen Aufgabenschwierigkeiten.

 
 

Kontakt:

Prof. Dr. Matthias Nückles

Kooperation mit:

Prof. Dr. Timo Leuders, Pädagogische Hochschule Freiburg

Finanzierung:

Eigenmittel sowie 2011-2014 Förderung im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg finanzierten Promotionskollegs „Fachbezogene Pädagogische Kompetenzen und Wissenschaftsverständnis – Pädagogische Professionalität in Mathematik und Naturwissenschaften (ProMatNat, Sprecher: Prof. Dr. Matthias Nückles und Prof. Dr. Timo Leuders)

Veröffentlichungen:

Wagner, S., Bauersfeld, J., & Nückles, M. (2020). Berücksichtigen Mathematiklehrkräfte pädagogisch-psychologische Evidenz zur Theorie der kognitiven Belastung, wenn sie die Schwierigkeit von Mathematikaufgaben für Schüler(innen) beurteilen? Vortrag angenommen bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung, Potsdam.

Lachner, A., Weinhuber, M., & Nückles, M. (2019). To teach or not to teach the conceptual structure of mathematics? Teachers undervalue the potential of principle-oriented explanations. Contemporary Educational Psychology, 58, 175-185. https://doi.org/10.1016/­j.cedpsych.2019.03.008

Ostermann, A., Leuders, T. & Nückles, M. (2017). Improving the judgment of task difficulties: prospective teachers’ diagnostic competence in the area of functions and graphs. Journal of Mathematics Teacher Education. https://doi.org/10.1007/s10857-017-9369-z

Ostermann, A., Leuders, T., & Nückles, M. (2015). Wissen, was Schülerinnen und Schülern schwerfällt. Welche Faktoren beeinflussen die Schwierigkeitseinschätzung von Mathematikaufgaben? Journal für Mathematikdidaktik, 36, 45-76. https://doi.org/10.1007/s13138-015-0073-1.

Hellmann, K., & Nückles, M. (2013). Expert blind spot in pre-service and in-service math-ematics teachers: task design moderates overestimation of novices’ performance. In M. Knauff, M. Pauen, N. Sebanz, & I. Wachsmuth (Eds.), Proceedings of the 35th Annual Conference of the Cognitive Science Society (pp. 2518-2523). Austin, TX: Cognitive Sci-ence Society.

 

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