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Learner and material characteristics influencing metacomprehension

Der Einfluss von Lerner- und Textmerkmalen auf die Genauigkeit der Selbsteinschätzung

 

Der Weg zum (Lern-)Erfolg? Misstrauen Sie sich selbst. 

Um für sich selbst den bestmöglichen Lernerfolg zu erreichen, sollte man möglichst genau einschätzen können, wie gut man das Lernmaterial, beispielsweise einen Lehrbuchtext, verstanden hat. Denn wenn man sich nicht genau einschätzt, sondern beispielsweise das eigene Verständnis überschätzt, heißt das, man glaubt, etwas besser verstanden zu haben, als es tatsächlich der Fall ist, und beendet voreilig die Lernphase. Das wird dann zum Problem, sobald man das Gelernte (z.B. die Inhalte eines gelesenen Textes) benötigt, um zum Beispiel ein Problem zu lösen oder eine Prüfung zu bestehen. Tatsächlich zeigen die meisten Menschen eher eine Überschätzung ihres Verständnisses oder Lernerfolgs, einige neigen dagegen eher zur Unterschätzung. Aber was führt dazu, dass man sich über- oder unterschätzt? An dieser Stelle setzt unser Projekt an, in dem wir mit einer Reihe von Untersuchungen der Frage nachgehen, welche Merkmale von Lernerinnen und Lerner (z.B. Lesekompetenz, Fachwissen, Selbstdarstellungstendenzen) und welche Merkmale der Lernmaterialien (z.B. Schwierigkeit von Texten) zur Über- oder Unterschätzung beitragen. Die gewonnenen Erkenntnisse können dazu genutzt werden, um zum Beispiel spezifische Unterstützungsmaßnahmen für Lernerinnen und Lerner zu gestalten und Lehrpersonen Hinweise zur Gestaltung von Lernmaterialien zu geben.

 

Kontakt: Stefanie Golke

Finanzierung: Eigenmittel; Sachmittelförderung durch die Wissenschaftliche Gesellschaft Freiburg (1500 EUR, Laufzeit 01.11.2016 – 31.10.2017)

Veröffentlichungen:

Golke, S. & Wittwer, J. (2017). High-performing readers underestimate their text comprehension: Artifact or psychological reality? In Gunzelmann, G., Howes, A., Tenbrink, T., & Davelaar, E. (Eds.), Proceedings of the 39th Annual Conference of the Cognitive Science Society (pp. 2108-2113). London, England: Cognitive Science Society.

Golke, S. & Wittwer, J. (2017, September). Unterschätzung des Textverständnisses bei leistungsstarken Lernenden: Realität oder Artefakt? In A. Prinz & S. Golke (Chairs), Wodurch werden ungenaue Selbsteinschätzungen beim Textverstehen beeinflusst und wie können sie verhindert werden? Symposium auf der gemeinsamen Tagung der Fachgruppen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (PAEPSY), Münster.

Golke, S. & Wittwer, J. (2017, July). High-performing readers underestimate their text comprehension: Artifact or psychological reality? Poster presented at the 39th Meeting of the Cognitive Science Society, London, UK.

Golke, S. & Wittwer, J. (2017, März). Unterschätzung des Textverständnisses bei leistungsstarken Lernenden: Realität oder Artefakt? In A. Prinz & S. Golke (Chairs), Herausforderung Metakognition: Wodurch werden ungenaue Selbsteinschätzungen beim Textverstehen beeinflusst und wie können sie verhindert werden? Symposium auf der 5. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), Heidelberg, Deutschland.

 

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